Vorerst keine Gutschein-Lösung für Pauschalreisen

Hallo Ihr Lieben,
es gibt „good news“ für uns Reisende. Für Unternehmen der Reisebranche dürften diese News ganz anderer Natur sein:

Nachdem die Bundesregierung die Gutscheinlösung für Veranstaltungen eingeführt hat, fürchteten viele von Euch, dass jetzt auch Gutscheine als Rückzahlung für eine abgesagte Reise verteilt werden.
Teilweise war das auch bereits der Wortlaut in so manchem Schreiben einer Reederei.

Wie jetzt, laut der Nachrichtenagentur Reuters, von der EU-Kommission nochmal bestätigt wurde: Völlig zu unrecht.

Der Gutscheinlösung für Pauschalreisen müsste eine Änderung des entsprechenden Gesetzes der EU vorangehen. Wie jetzt bekannt wurde, plant die EU hier nicht in diese Richtung.

Auch wenn die Bundesregierung sowie einige andere Staaten die EU in einem Schreiben darum gebeten hätten, so bleibt die EU erstmal bei ihrem Kurs, abgesagte Reisen erstatten zu lassen.

Damit dürften viele Sorgen von Euch vom Tisch sein, denn viele haben ihre Reisen in einer scheinbar sicheren Zeit gebucht, finden sich jetzt aber in Kurzarbeit oder drohender Arbeitslosigkeit wieder.

Dennoch hat auch die Reisebranche nicht unrecht, wenn sie sich durch die Rückzahlungen finanziell gefährdet sieht. Denn dass hier einige Beträge zusammenkommen, sieht man bereits jetzt an der Anzahl der allein in unserem Reise-Themengebiet abgesagten Kreuzfahrten.

Mittlerweile bieten die Reedereien hier eine freiwillige Gutscheinlösung an, die mit Vorteilen für den Gast einhergehen. So sollen Anreize für eine kostenlose Umbuchung geschaffen werden. Und für so manchen kann sich das durchaus lohnen.
Diese Gutscheine sind allerdings nicht, wie ursprünglich durch das Gesetz vorgesehen, abgesichert. Im Falle einer Insolvenz würdet Ihr hier also leer ausgehen.
Wenn Ihr das Risiko eingehen möchtet, freut sich der Reiseanbieter Eures Vertrauens aber natürlich, wenn Ihr Eure Reise verschiebt.

Ein Pflicht-Gutschein für Pauschalreisen wird es aber erstmal nicht geben. Ob das mit andauernder Corona-Krise dauerhaft so bleibt, wird man sehen. Eine Gesetzesänderung müsste dann aber durch drei EU Institutionen abgesegnet werden, was sicher nochmal eine Hürde darstellt.

Meiner Meinung nach ist die jetzt angebotene freiwillige Gutscheinlösung ein guter Weg, der beiden Seiten entgegenkommt. Wer finanziell sicher dasteht und einen Gutschein akzeptieren kann und möchte, der kann seiner Lieblingsreederei so helfen, durch die Krise zu kommen.
Wer seine Lage finanziell im Moment eher als wackelig ansieht, der lässt sich das Geld auszahlen und hat so für sich mehr Sicherheit.

Ich denke, damit dürften jetzt einige von Euch ein bisschen ruhiger an die aktuelle Reisesituation herangehen.

Liebe Grüße, Anja

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