Geiranger auf eigene Faust: Mit dem Panoramabus zur Adlerkehre und zur Flydalschlucht

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Aussicht von der Flydalschlucht, dem ersten Stopp des Panoramabus Geiranger

Die Aussicht von der Flydalschlucht auf den Fjord ist in Geiranger sicher eine der schönsten, die man bei einem Landausflug dort genießen kann.

Wer mit dem Schiff nach Geiranger kommt, möchte ziemlich sicher die Aussichtspunkte Flydalschlucht und Adlerkehre besuchen. Von diesen beiden Orten hat man, neben der Aussichtsplattform Dalsnibba, den besten Blick auf den Geirangerfjord und die dort liegenden Kreuzfahrtschiffe.

Aus Bequemlichkeit oder aus Angst, irgendetwas könnte schief laufen, buchen viele Kreuzfahrtgäste diesen Ausflug sicher über die Reederei. In Geiranger kann man jedoch ohne Bedenken auch auf eigene Faust Landausflüge, wie die Fahrt mit dem Panoramabus, organisieren – und das bereits bequem von zu Hause aus.

Wir haben das gemacht und waren mit dem Panoramabus auf eigene Faust bei der Adlerkehre und der Flydalschlucht. Wie es war, was es kostet, ob Ihr etwas bestimmtes beachten müsst und ob es sich lohnt, erfahrt Ihr hier.

Panoramabus buchen

Wer mit dem Panoramabus selbstorganisiert zur Adlerkehre und Flydalschlucht fahren möchte, hat zwei Möglichkeiten, sich einen Platz an Bord des Busses zu sichern:

Online-Buchung der Panoramafahrt

Screenshot der Panoramabus-Website der Geiranger Fjordservice

Die Fahrt mit dem Panoramabus könnt Ihr entweder bequem vorab von zu Hause aus oder aber auch vor Ort buchen. (Bild: Screenshot Website Geiranger Fjordservice)

Die Online-Buchung der Panoramafahrt durch Geiranger ist mit Sicherheit die bequemste und sicherste, wenn auch unflexibelste.

Buchen könnt Ihr bequem über die Website vom Geiranger Fjordservice. Hier findet Ihr noch einige Informationen zur Tour und könnt die verschiedenen Abfahrtzeiten einsehen. Da Ihr Euch bei der Buchung auf eine Uhrzeit festlegen müsst, solltet Ihr Euch hier bereits gut überlegen, welche Zeit Euch am besten passt.

Bei uns war das 10.45 Uhr, so konnten wir in aller Ruhe die Einfahrt in den Fjord genießen, noch entspannt frühstücken und dann das Schiff in Richtung Bus verlassen.

Bezahlen könnt Ihr dort ganz einfach per Kreditkarte. Ihr erhalten dann per Mail Euer Online-Ticket mit QR-Code, das Ihr auf Eurem Smartphone, direkt am Bus, vorzeigen müsst. Wer es lieber klassisch mag, kann es sich natürlich auch ausdrucken.

Buchung vor Ort im Tourismusbüro Geiranger

Wenn Ihr Euren Tag in Geiranger eher spontan planen möchtet, könnt Ihr das Ticket für den Bus auch direkt vor Ort buchen. Das macht sicher dann Sinn, wenn Ihr Eure Ausflüge z.B. wetterabhängig planen oder – trotz der spektakulären Einfahrt durch den Fjord – ausschlafen möchtet.

Das Tourismusbüro Geiranger liegt in unmittelbarer Nähe zum Tenderboot-Anleger bzw. Seawalk. Jenachdem wieviele Schiffe im Hafen liegen oder wieviele Leute von Eurem Schiff dort eine Info benötigen, solltet Ihr allerdings etwas Zeit einplanen. Zumal Geiranger ja nicht nur von Kreuzfahrttouristen besucht wird.

Natürlich solltet Ihr beachten, dass es sein kann, dass Ihr, bei einer Spontanbuchung, keinen Platz mehr im gewünschten Bus bekommt. Bei uns war es allerdings so, dass wirklich nur sehr wenige Leute im Bus waren. Hier hättet Ihr also keine Probleme gehabt, dort spontan einzusteigen.

Panoramafahrt zur Flydalschlucht und zur Adlerkehre

Der Panoramabus zur Flydalschlucht und Adlerkehre hält in Fußweite zu den Tenderbooten bzw. dem Seawalk. Ihr geht einfach an der Touristeninformation vorbei zur Straße und wartet dort. In unserem Fall hielt der Bus auch bereits an der entsprechenden Stelle.
Dort zeigt Ihr dann dem Mitarbeiter des Tourismus-Büros die Fahrkarte bzw. den QR-Code und sucht Euch einen schönen Platz im Bus.

Aussicht aus dem Panoramabus auf den Geirangerfjord

Bereits aus dem Panoramabus habt Ihr einen großartigen Ausblick auf den Fjord und auf Geiranger.

Wir hatten Glück und saßen im doppelstöckigen Bus oben ganz vorne. Im Prinzip ist es aber egal wo Ihr sitzt, also auf welcher Seite im Bus, da die Fahrt immer vom jeweiligen Aussichtspunkt auf derselben Strecke zurück geht.

Zunächst fahrt Ihr zur Aussichtsplattform Flydalschlucht. Diese liegt am Ende des Fjords, auf dem Weg zum Dalsnibba. Von hier aus habt Ihr eine großartige Sicht auf die Schiffe und den dahinterliegenden Fjord.

Bereits auf dem Weg erhaltet Ihr ausführliche Erklärungen zu Geiranger und den Aussichtspunkten. Die Erklärungen kommen vom Band und waren bei uns, da ausschließlich deutsche Gäste an Bord waren, in deutscher Sprache. Wie sich das bei internationalerem Publikum verhält, kann ich nicht sagen, wobei im Buchungsvorgang durchaus ein deutscher Audioguide versprochen ist. Ggf. werden hier einfach kleine individuelle Geräte ausgeteilt, wie es bei der Bootstour, die wir nachmittags gemacht haben, der Fall war.
Zwischen den Erklärungen wird die Fahrt mit klassischer Musik untermalt. Das fand ich ganz passend zu den großartigen Ausblicken, die sich aus dem Bus ergeben und es hat dem Ganzen nochmal eine besondere Note gegeben.

Aussicht von der Flydalschlucht auf den Geirangerfjord mit drei Schiffen im Fjord

Die Flydalschlucht ist der erste Fotostopp der Route. Von hier aus habt Ihr einen tollen Blick auf den Fjord und die dort liegenden Kreuzfahrtschiffe.

An der Flydalschlucht angekommen, hat man 15 Minuten Aufenthalt. Auf der Website, auf der Ihr auch die Tickets buchen könnt, steht zwar, dass Ihr nur zehn Minuten habt, der Fahrer hat uns aber 15 Minuten gelassen.
Die 15 Minuten reichen übrigens völlig aus, um den Ausblick zu genießen und Fotos sowie Videoaufnahmen zu machen.

Der Bus hält an dem Aussichtspunkt, lässt Euch raus, fährt dann weiter hoch um zu drehen und kommt wieder. Beim Aussteigen müsst Ihr ein wenig aufpassen, da die Aussichtspunkte natürlich von vielen Bussen angefahren werden und es entsprechend voll und wuselig dort ist.

Nach den besagten 15 Minuten sammelt Euch der Bus wieder ein und es geht weiter zur Adlerkehre. Ihr fahrt also, wie oben schon beschrieben, erstmal wieder zurück, am Hafen vorbei und die Adlerstraße hoch zur Adlerkehre. Auch hier habt Ihr bereits aus dem Bus wieder einen fantastischen Ausblick auf den Fjord. Und natürlich erhaltet Ihr auch hier wieder Informationen vom Band.

Der Bushalt an der Adlerkehre liegt auch wieder direkt an der engen Straße. Auch hier müsst Ihr also ein bisschen aufpassen beim Aussteigen. Außerdem müsst Ihr von hier aus die Straße einmal überqueren, um zur Aussichtsplattform zu kommen. Alles kein Hexenwerk, aber aufgrund des hohen Bus-Aufkommens einfach ein bisschen die Augen offenhalten.

Aussicht von der Adlerkerhe auf den Geirangerfjord mit den Kreuzfahrtschiffen Astoria, Mein Schiff 4 und AIDAsol

Der zweite Stopp der Panoramafahrt ist die Adlerkehre, von wo Ihr die Schiffe vor der traumhaften Kulisse von Geiranger sehen könnt.

Auch an der Aussichtsplattform Adlerkehre habt Ihr wieder ca. 15 Minuten Aufenthaltszeit. Auch hier reicht die Zeit gut für schöne Eindrücke und ein paar Fotos und Videos. Da Ihr von der Adlerkehre aus genau aus der anderen Richtung als von der Flydalschlucht auf die Schiffe guckt – nämlich mit Hintergrund Geiranger statt Geirangerfjord – ist dieser Aussichtspunkt die ideale Ergänzung dieser Tour.
Bei uns spielte das Wetter nicht ganz mit, da wir genau in diesen 15 Minuten ein paar Wolken über dem Fjord hatten. Machte aber nichts, ein bisschen was konnte man ja erkennen.

Nach den 15 Minuten an der Adlerkehre geht es dann wieder zurück zum Hafen, wo die Fahrt mit dem Panoramabus nach ca. 90 Minuten endet.

Ist die Fahrt mit dem Panoramabus empfehlenswert?

Die Frage, ob die Fahrt mit dem Panoramabus durch Geiranger empfehlenswert ist, kann ich ganz klar mit „ja“ beantworten. Rückblickend bin ich tatsächlich echt froh, dass wir diesen Ausflug so auf eigene Faust realisiert haben. So konnten wir uns die Zeit vor Ort optimal einteilen.

Selbst wer sonst eher ungerne eigenständig an Land geht, kann in diesem Fall eigentlich nichts falsch machen. Dadurch, dass sich der Ausflug sowohl vor Ort als auch bereits vorab buchen lässt und der Bus unmittelbar am Anleger hält, geht Ihr hier eigentlich kein Risiko ein.

Die Erklärungen vom Band vermitteln Euch das nötige Wissen, das Ihr vielleicht sonst von einem Reiseleiter erfahren hättet. Die Erklärungen auf Deutsch sind gut verständlich. Wie das mit anderen Sprachen ist, kann ich aktuell leider nicht beurteilen, ebensowenig, was ist, wenn nicht nur Deutsche im Bus sind.

Blick auf den Dalsnibba von Geiranger aus

Auch zum Dalsnibba gibt es eine Tour, die Ihr allerdings gesondert buchen müsst. Beide Touren sind kombinierbar.

Die angefahrenen Aussichtspunkte sind, meiner Meinung nach, auch absolut lohnenswert und für mich haben sie völlig ausgereicht.

Einzig wenn Ihr unbedingt auf den Dalsnibba hoch möchtet, wird Euch diese Panoramafahrt alleine nicht reichen. Hier findet Ihr über den Geiragner Fjordservice aber eine zweite Tour, die sich mit dieser hier kombinieren lässt.

Ich finde, Ihr solltet diese Panoramafahrt mindestens als Option im Hinterkopf behalten, wenn Ihr Euren Tag in Geiranger plant.

 

Was Ihr noch wissen solltet

Enge Straßen, Steile Abhänge

Die Fahrt zu den beiden Aussichtspunkten führt über enge Straßen mit einigen scharfen Kurven. Unmittelbar neben den Straßen geht es tief bergab, was Ihr natürlich aus dem Fenster sehen könnt.
Ich bin selber kein Freund von Höhe, aber meiner Meinung nach ist das machbar. Zur Not müsst Ihr ja nicht runterschauen.
Wenn Ihr allerdings sehr empfindlich seid, solltet Ihr Euch natürlich im Vorfeld gut überlegen, ob diese Fahrt die Richtige für Euch ist. Ich muss aber sagen, dass ich einiges verpasst hätte, wenn ich, aufgrund von Höhenangst, auf diesen Ausflug verzichtet hätte.

Tour zur Aussichtsplattform Dalsnibba

Wer nicht nur zur Flydalschlucht und Adlerkehre, sondern auch zur Aussichtsplattform Dalsnibba möchte, kann diese Tour ebenfalls auf der Website des Geiranger Fjordservice (oder eben vor Ort) buchen. Geiranger bietet hier zwei Routen des Panoramabus an. Einmal fahrt Ihr die hier beschriebene Strecke und einmal zu Dalsnibba hoch. Wer mag, keinn beide Routen auch verbinden.


Kurzinfo Panoramabus Geiranger

  • Buchbar über: Geiranger Fjordservice
  • Kosten: 250 NOK (= ca. 34 Euro), Kinder (5 bis 15 Jahre: 50 NOK) (Stand: 02.09.2018)
  • Abfahrt: 09:45 Uhr, 10:45 Uhr, 11:45 Uhr, 12:45 Uhr, 13:45, Uhr, 14:45 Uhr (ggf. frühere oder spätere Abfahrten möglich, siehe Buchungskalender auf der Buchungswebsite)
  • Dauer der Fahrt: ca. 1,5 Stunden
  • Sehenswürdigkeiten: Flydalschlucht und Adlerkehre, jeweils ca. 15 Minuten Aufenthalt
  • Sonstiges: Die Fahrten mit dem Panoramabus finden von Mai bis September statt, wobei es nicht täglich Touren gibt. Nähere Infos erhaltet Ihr auf der oben angegebenen Website.
    Wer gerne auch zur Aussichtsplattform Dalsnibba möchte, kann diese Tour mit der hier vorgestellten verbinden. Auch die Dalsnibba-Route ist auf der Website des Geiranger Fjordservice zu buchen.

Wenn Ihr schonmal einen kleinen Einblick bekommen möchtet, was Euch auf der Tour erwartet, empfehle ich Euch den zugehörigen Film auf dem Deck8-YouTube-Chanel:

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https://youtu.be/lR0i_uClDwU

 

Wenn Ihr rundum über das Thema Keuzfahrt informiert bleiben möchtet, abonniet am besten auch die Deck8-Social-Media-Kanäle auf YouTube, Instagram und Facebook.

Wie immer, freue ich mich natürlich, wenn Euch der Artikel gefallen hat und ihr ihn mit Euren Freunden und Bekannten teilt.


Wart Ihr schon in Geiranger? Was habt Ihr dort gemacht und was könnt Ihr empfehlen? Und wart Ihr auf eigene Faust oder mit der Reederei unterwegs? Oder plant Ihr gerade Eure Geiranger-Tour? Was ist dann für Euch wichtig? Ich freu mich auf Eure Kommentare!

 

Liebe Grüße, Anja

 

 

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